Video-Telefonie

Das Internet hat unser Leben sehr verändert. Nicht nur sind wir ständig und in Echtzeit erreichbar, wir können mit beinahe jedem Menschen den wir kennen über riesige Entfernungen eine Unterhaltung führen und ihm dabei in die Augen sehen. Diese Art von Gespräch ist etwas sehr anderes, als ein einfaches Telefonat. Wer dem Gegenüber bei einer Unterhaltung in das Gesicht sehen kann, hat automatisch ein wesentlich persönlicheres Verhältnis zu ihm oder ihr.

Die meisten Meetings, für die man noch vor wenigen Jahren über den Atlantik und zurück fliegen musste, kann man heute bequem vom Schreibtisch aus erledigen. Alte Freunde, die zufällig nach Australien gezogen sind, können zu einem ruhigen Bier eingeladen werden. Man stellt einfach einen Laptop oder einen Tablet-Computer auf den Tisch und es ist beinahe so, als wäre der alte Freund wieder hier. Wir können unseren Grosseltern auf einem anderen Kontinent zuwinken oder unserer Liebsten in die Augen sehen, während wir ganz weit weg sind.

Diese Technologie ist etwas ganz besonderes. Unsere Vorfahren staunten vermutlich nicht schlecht, als sie zum ersten mal ein Telefon benutzen. Aber nur die leicht verzerrte Stimme eines anderen Menschen zu hören ist nicht im Vergleich dazu, ein gestochen scharfes Bild seines Lachens zu sehen. Die Video-Telefonie überträgt eben nicht nur Ton und Bild, sondern damit auch noch sehr viele Emotionen. Aber natürlich ist es auch klar, dass sie das Telefongespräch nie ganz ersetzen wird. Wir wollen ja schliesslich auch nicht bei jedem Werbeanruf beobachtet werden. Oder wie seht ihr das? Wird es in Zukunft nur noch Video-Telefonie geben?

Neue Ideen für das Netz

Es war noch nie so einfach wie heute mit einer Idee ein Unternehmen zu gründen und Geld zu verdienen. Als Beispiel kann man Mark Zuckerberg heranziehen. Der junge Mann hatte die Idee eine Seite zu eröffnen, auf der Menschen ihren Bekannten und Freunden Nachrichten schicken und sich selbst darstellen konnten. So gründete er mit ein paar tausend Dollar in der Hand Facebook. Heute ist Mark Zuckerberg unglaublich reich und auf seiner Website haben ungefähr 10% der Menschheit ein Profil hinterlegt. Mit einer unglaublich einfachen Idee und ein bisschen Engagement gelang es ihm sehr viel zu erreichen.

Jetzt muss ja nicht jeder Jungunternehmer gleich Facebook erfinden und Milliardär werden. Aber dieses Beispiel zeigt hervorragen, wie es Einzelnen oder kleinen Unternehmen gelingen kann mit sehr wenig Kapital grosse Erfolge zu erzielen. Vor wenigen Jahren noch musste ein Unternehmen etwas herstellen oder eine einzigartige Dienstleistung erbringen um erfolgreich zu sein. Heute genügt oft die Idee dazu und ein paar Zeilen Code. Was man aber nicht vergessen darf ist, dass es auch noch den grossen Mut braucht, hinter seiner Idee zu stehen. Das bedeutet man muss einen grossen Teil des eigenen Kapital investieren und Jahre seines Lebens für diese Idee opfern um auch nur die Chance zu haben erfolgreich zu sein. Deswegen braucht das Internet nicht nur viele kreative Köpfe, sondern auch mutige Menschen, die bereit sind, sich voll hinter diese Ideen zu stellen. Nur so kann das Netz wachsen und immer besser werden. Wir sollten es nicht allein den grossen Konzernen, die nur auf Gewinn aus sind überlassen, dieses Netz zu formen.

Die Kunst des Ignorierens

Viele Menschen beschweren sich über die permanente Erreichbarkeit in der heutigen Zeit. Mit einem normalen Mobiltelefon bin ich, wie fast alle anderen auch, eigentlich immer Anrufbar und lese auch SMS. Aber zum Glück habe ich ja ein Smartphone und bin deswegen auch immer via Skype, Facebook, Email und ein paar anderen Diensten erreichbar. Ich persönlich finde das eigentlich sehr angenehm, zumal die Kehrseite ist, dass ich auch ständig fast jeden meiner privaten und beruflichen Kontakte erreichen kann. Das macht die Organisation nicht immer reibungsloser, aber doch oft einfacher.

Viele Menschen wollen das aber nicht. Das Argument, dass man am häufigsten hört ist, dass die Leute nicht ständig mit irgendwelchen Dingen belästigt und von irgendwelchen Leuten gestört werden wollen. In meinen Augen haben diese Leute eine der wichtigsten Funktion von Kommunikationsgeräten wohl übersehen: Die Rote Taste!

Die hohe Kunst ungestört zu bleiben heisst ignorieren. Man hat schliesslich zahlreiche Möglichkeiten nicht erreicht zu werden. Das Gerät abzuschalten ist dafür meistens überhaupt nicht nötig. Die meisten Telefone unterstützen heutzutage verschiedene „Leise“ Einstellungen. Ob sehr leise, nur Vibration oder gar keine Meldung, wenn eine neue Nachricht oder ein Anruf heranflattert. So bleibt man ungestört. Aber vielleicht will man ja doch für Notfälle erreichbar sein. Da trennt sich die Spreu vom Weizen: Es zeigt sich, wer die persönliche Grösse hat, Nachrichten und Anrufe für eine gewisse Zeit zu ignorieren. Man muss doch nicht immer sofort antworten. Besonders, wenn man immer online ist, erwartet schliesslich auch niemand, dass man permanent in der Lage ist zu antworten. Die Leute arrangieren sich und so lange man irgendwann, innerhalb einer nützlichen Frist, antwortet ärgert sich auch keiner.